Wie funktioniert Verhaltenstherapie

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Handlung und Gedanken in der Verhaltenstherapie

Wir wissen teilweise gar nicht, wie stark die Verbindungen zwischen unseren Handlungen und den Gedanken sind. Ein positiver Fokus ist enorm wichtig, egal wie wir uns fühlen. Jeder Mensch kann leicht in negative Denkmuster verfallen, besonders in schlechten Phasen unseres Lebens. Wenn diese Denkmuster nicht richtig aufgearbeitet werden, können sich negative Verhaltensweisen bilden, die unsere Psyche enorm belasten können.

Was ist eine Verhaltenstherapie?

Eine Verhaltenstherapie ist ein Bereich in der Psychotherapie. Die Therapie zielt darauf ab, negative Denkmuster und Verhaltensweisen zu identifizieren und sie wieder zu verlernen. Der Patient / die Patientin wird in den Heilungsprozess aktiv eingebunden, um diese Verhaltensweisen wieder abzulegen. Emotionale Belastungen können die Denkmuster und Verhaltensweisen noch weiter verschlimmern. Dies können Gefühle in bestimmten Situationen, falsche Überzeugungen oder auch ein gestörtes Selbstbild sein.
Jeder Patient / jede Patientin muss sich zu 100% dieser negativen Denkmuster bewusst sein und wie sich die Psyche auf unser Handeln auswirken kann. Offenheit spielt in diesen Fällen eine sehr große Rolle. In der Verhaltenstherapie wird auch die Kommunikation und das Verhalten in sozialen Interaktionen gefördert. Der wichtigste Punkt ist, die Sichtweisen und Denkmuster zu akzeptieren und ein positives Bild zu schaffen. Durch therapeutische Strategien können Stress, Angst und negative Denkmuster und Verhaltensweisen reduziert oder sogar beseitigt werden.

Emotionale-Belastungen

Einsatzgebiete und Ablauf der Verhaltenstherapie

Diese Art der Therapie wird bereits bei Kindern eingesetzt, die in jungen Jahren ADHS Symptome (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) entwickeln. In diesen Fällen werden häufig die Eltern von den Therapeuten unterrichtet, wie sie ihren Kindern helfen können. Struktur im Alltag und positive Aufmerksamkeit sind enorm wichtig für die Kinder, um im sozialen Bereich und in der Schule aufblühen zu können.
Bei Erwachsenen sieht die Therapie etwas anders aus. Es kommt immer auf das individuelle Krankheitsbild jedes Patienten und der Herangehensweise des Therapeuten an. Es kann viele Faktoren geben, warum eine Person negative Denkmuster oder Verhaltensweisen entwickelt.

Erwachsenen-Therapie

Als erstes stellt der Therapeut eine genaue Diagnose. Danach werden die Ergebnisse genau mit dem Patienten besprochen, damit dieser auch einen Überblick über das Krankheitsbild erhält. Diese Informationen können vielen Patienten bereits helfen, da sie genau wissen, warum sie in gewissen Situationen so handeln oder etwas bestimmtes denken. Darauf aufbauend werden die genauen Ziele der Behandlung festgelegt und ein Therapieplan aufgestellt.
In der Therapie selbst soll der Patient seine Einstellungen und Ansichten offenlegen. Diese Denkmuster werden genau besprochen und zusammen mit dem Therapeuten neue Verhaltens- und Denkweisen entwickelt.
Durch Konfrontation mit den Ängsten lernen viele Patienten, dass die Ängste gar nicht so schlimm sind. Durch Wiederholen dieser Themen werden die Ängste und Befürchtungen des Patienten gelöst.

aengste-denkmuster

Die Zeit nach einer Therapie ist enorm wichtig. Innerhalb der Therapie fühlt sich der Patient sicher. Zu den Aufgaben eines Therapeuten gehört es aber auch, den Patienten auf die Zeit danach vorzubereiten. Die Ängste müssen besprochen werden, damit der Patient genau weiß, wie er/sie mit bestimmten Situationen umzugehen hat. Hierfür werden Methoden, Strategien und Denkmuster entwickelt, die der Patient dann anwenden kann.

Wie lange dauert eine Verhaltenstherapie?

Die Dauer einer Verhaltenstherapie hängt immer vom Krankheitsbild des Patienten ab. Manche Ängste und Denkmuster können bereits nach wenigen Sitzungen überwunden werden. Schwere Depressionen sitzen aber sehr tief. Die Behandlung kann mehrere Jahre dauern. Eine normale Verhaltenstherapie umfasst in der Regel 25 – 50 Therapiesitzungen. Die Therapie kann entweder ambulant (Sitzung einmal in der Woche), teilstationär (Aufenthalt in einer Klinik von 8 bis 16 Uhr) oder stationär in einer geschlossenen Anstalt durchgeführt werden.

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