Wann ist ein Mann ein Mann!

von Marco Glatz (Kommentare: 0)

Wann ist ein Mann ein Mann, hat sich auch schon der Sänger Herbert Grönemeyer gedacht als er dieses gleichnamige Lied schrieb. Viele Männer fragen sich das immer wieder, egal ob sie gerade Singel sind oder in einer Beziehung stehen, andere werden sich das nie fragen. Es würde mich sehr freuen, gerade in dieser Zeit weiter unten auch Rückmeldungen von euch zu bekommen.

Männlichkeit finden

Zur eigenen Männlichkeit finden

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Auffassung von den Geschlechtern stark verändert. Dies hatte verschiedene Gründe. Zum einen waren politische und soziale Bewegungen dafür verantwortlich. So hat die Frauenrechtsbewegung stark dazu beigetragen, dass die Rollenverteilung von Frauen, aber auch von Männern überdacht wurde. Aber auch die gesamte politische und soziale Lage machte frühere Geschlechterrollen nicht mehr so notwendig, wie es früher der Fall war. Ohne innen- und außenpolitische Konflikte hat die Rolle des starken und beschützenden Mannes kaum noch Bedeutung. Auch im sozialen Umfeld haben die Veränderungen bewirkt, dass die Menschen immer weniger zu körperlicher Gewalt greifen. Der heutige Mann zeichnet sich dadurch nun mehr durch Erfolg im Beruf und der Fähigkeit, Ordnung in seinem Leben zu halten, aus. Obwohl diese Entwicklungen einige Vorteile gebracht haben und viele Menschen sich nun verwirklichen können, ohne von festgelegten Rollen beschränkt zu werden, dürfen die Nachteile dabei nicht übersehen werden. Nicht wenige Menschen haben den Bezug zu sich selbst und ihrer Rolle im Leben dadurch verloren. Während der Mann früher noch als stark, aggressiv und risikofreudig geschätzt wurde, werden diese Eigenschaften nun gering geschätzt und als Folge einer fehlerhaften Sozialisation gesehen. Meist werden sie den Kindern von klein auf aberzogen und der Mann somit im Extremfall zu einem schwachen, rückgratlosen Schoßhund geformt, der lieber nachgibt, als seine Meinung durchzusetzen. In einer solchen Position kann man nicht glücklich werden und wird auch kein erfülltes Leben erreichen.

Wann ist ein Mann ein Mann

Berühmte erfolgreiche Menschen!

Wenn wir uns berühmte, erfolgreiche Menschen anschauen, können wir an ihnen genau die Eigenschaften feststellen, welche meist als negative männliche Eigenschaften bezeichnet werden. Diese dürfen wir aber nicht einfach als gegeben oder nicht gegeben ansehen, sondern müssen die als Spektrum sehen. Natürlich können Eigenschaften wie Aggressivität und Eigennützigkeit sich ab einem gewissen Grad ins Negative kehren und im Extremfall steht tatsächlich das Klischée des männlichen Mannes, der stark, unkontrolliert und wild ist und nur instinktiv handelt aber nicht denkt. Dieses Bild ist selbstverständlich ebenso negativ, wie der schwache und feige Mann. Ein gesundes Idealbild finden wir heute noch in östlichen Kulturen wie Indien und vielen asiatischen Ländern. Dort wird Männlichkeit zwar auch mit Stärke, Mut, Risikobereitschaft und Hartnäckigkeit in Verbindung gebracht, diese aber mit Intelligenz, Willenskraft, Selbstbeherrschung und Güte in Einklang gebracht. Während bei uns Intelligenz und Stärke oft als Gegensätze betrachtet werden und die männlichen Bauarbeiter, Soldaten und Matrosen den unmännlichen Kaufleuten, Anwälten und Informatikern gegenübergestellt werden, sind dort beide Eigenschaften fest verbunden.
Dies ist ohne Zweifel das Ideal, nach dem wir uns richten sollten, da es die positivsten Eigenschaften stärkt und die negativen Eigenschaften zu überwinden anstrebt. Vielen fällt es jedoch nicht so leicht, diese Eigenschaften an sich selbst umzusetzen. Arbeit an uns selbst ist immer mit großer Anstrengung verbunden und verlangen eine große Disziplin. Oft ist ein gesamter Lebenswandel notwendig, der sich sehr individuell gestaltet, doch einige Punkte sind Grundpfeiler, die jeder in seinem Leben braucht, um eine Grundlage zu haben, die ihn zu einem selbstbewussten Leben führt.

Erfolgreiche Menschen

Den Körper als Werkzeug zu nutzen!

Sich in seinem Körper wohl zu fühlen und in der Lage zu sein, den eigenen Körper als Werkzeug zu nutzen, sei es um schwere Gegenstände zu tragen oder andere Arbeiten zu verrichten, ist ein großer Schritt zu mehr Selbstvertrauen und Zufriedenheit mit sich selbst. Hierbei sind vor allem zwei Sportarten besonders hervorzuheben. Die erste ist der Kraftsport. Hierbei arbeitet man oft an seiner persönlichen Grenze, muss viel Anstrengung aufwenden und sieht schnell Fortschritte Dies motiviert und verbessert das eigene Körpergefühl. Zudem verändert sich der eigene Körper zunehmend ins Positive und man wird von sich selbst und auch von anderen viel positiver wahrgenommen. Eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio ist mittlerweile für nahezu jeden bezahlbar. Zur Not ist es sogar möglich, sich eine eigene Hantelbank für einen erschwinglichen Preis zu besorgen und im eigenen Keller zu trainieren. Letztlich gibt es noch viele kostenlose Pläne und Programme für Körpergewichtsübungen, welche man völlig ohne Hilfsmittel ausführen kann.
Die andere wichtige Sportart ist der Kampfsport. Obwohl es nur noch selten notwendig ist, sich ernsthaft körperlich verteidigen zu müssen, gibt es eine große Sicherheit, zu wissen, dass man im Ernstfall in der Lage dazu wäre. Hier eigenen sich Kampfsportarten, die auf direkten Kampf oder Selbstverteidigung ausgerichtet sind, wie Krav Maga oder Kickboxen. Kampfkunstarten mit komplexen Techniken und Bewegungen sind ein guter Zusatz, brauchen jedoch Jahre, bis sie in der Praxis anwendbar sind. Kurse für Kampfsport und Selbstverteidigung für Personen jeden Alters gibt es in jeder größeren und auch in vielen kleinere Städten. Oft lässt sich ein Probetermin vereinbaren um zu sehen, ob der Sport zu einem passt.

Körper als Werzeug nutzen

Das selbst zentrierte Handeln!

Es ist ein großes Problem, dass viele Menschen nicht das tun, was sie selbst wollen. Oft handeln sie so, wie es das soziale Umfeld es erwartet, um keine Konflikte zu verursachen und nicht zu enttäuschen. Am Ende werden sie dadurch hingegen selbst unglücklich und sorgen letztlich durch die Folgen doch wieder für Enttäuschungen. Hierbei ist es wichtig, sich zu verinnerlichen, dass man selbst für das eigene Leben verantwortlich ist. Niemand anderes hat das Recht, die eigenen Wünsche und Entscheidungen zu kritisieren, denn man selbst muss mit dem Resultat zufrieden sein. Ein wichtiger, wenn auch schwieriger Schritt ist es, nicht mehr darauf zu hören, was andere wollen und nur noch dem eigenen Wunsch zu folgen. Das bedeutet nicht, dass man in Arroganz oder Egoismus verfallen muss. Andere Menschen haben oft andere Sichtweisen und Erfahrungen und können gute Ratschläge geben. Aber die Entscheidung muss letztlich nach dem eigenen Ermessen gefällt werden. Der erste Schritt ist es, zu lernen, „Nein“ zu sagen. Viele Menschen haben eine starke Angst vor Ablehnung und Verurteilung, weshalb die Unfähigkeit, eine Bitte abzulehnen stark verwurzelt ist und viel Übung bedarf.

Zentriertes Handeln

Natürlich gibt es noch viele weitere Punkte, die man zu meistern hat, wenn man das Idealbild der Männlichkeit erreichen möchte. Sie alle aufzuzählen würde wahrscheinlich ein ganzes Buch füllen. Wichtig ist es jedoch, anzufangen und erste Erfahrungen zu machen. Oft fällt dann auf, wie schwierig es ist, jahrzehntelange Gewohnheiten zu verändern. Es braucht oft viele Anläufe und auch einige Misserfolge, bis das Ziel erreicht ist.
Es ist auch keine Schande, sich von jemanden Hilfe zu holen, der bereits Erfahrung mit dem Thema hat. Dies ist nicht als Aufgeben oder als Schwäche zu sehen, sondern stellt oft einen schnelleren und erfolgreicheren Weg dar. An manchen Kleinigkeiten hängt man manchmal lange Zeit fest, während eine neutrale Person von Außen das Problem schnell erkennen und einem dabei helfen kann. Oft hilft schon eine einfache Beratung dabei, einen klaren Weg aufzuzeigen und damit zu einem glücklicheren und erfüllteren Leben zu führen.

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