Stabil durch die Krise Eisbaden

von Marco Glatz (Kommentare: 0)

Stabil durch die Krise: Eisbaden

Teil 5 / (in Kürze) mit Eisbaden zu Hause

Vor einiger Zeit hatte mir meine Cousine gesagt, sie verstehe nicht, warum ich immer diese verrückten Dinge mache. Damit meinte sie Bungeejumpen, Eisbaden, Schwitzhütte, usw. .
Sie hätte dafür in ihrem Leben keine Verwendung. Das bringe ihr nichts. Und ich respektiere diese Einstellung und habe auch nicht mir ihr darüber diskutiert. Denn jeder muss die Entscheidung für sich selbst treffen.

Also warum verlasse ich in regelmäßigen Abständen meine Komfortzone?

Kennst du das Gefühl, dass sich gewisse Dinge in deinem Leben immer wiederholen? Du lernst immer wieder die falschen Frauen kennen, die vertraust den falschen Männern, im Beruf wirst du bei bevorstehenden Beförderungen immer wieder übergangen, wichtige Menschen in deinem Leben enttäuschen dich und so weiter.
Du hast Coachingbücher gelesen, warst vielleicht schon bei einem Therapeuten aber langfristig leider noch nichts geholfen.

Jeffrey E Young (9. März 1950), ein US-amerikanischer Psychologe und Psychotherapeut vertritt die Meinung, dass wir in unserer Kindheit gewisse Schemata anlegen zur Befriedigung unserer Grundbedürfnisse. Ein Schemata ist ein Muster aus Gedanken, Emotionen, Körperempfindung und Erinnerungen. Solche Verhaltensmuster, die in unserer Kindheit funktional waren, werden im Erwachsenleben oft dysfunktional.

Zum Beispiel ist es in Ordnung, wenn die 3jährige Martina nach ihrer Mutter weint, wenn die Sandburg einstürzt. Wenn die 33 jährige Martina zu weinen beginnt, weil sie die Tochter beim Einkaufen vergessen hat und nicht mehr weiter weiß, ist das dysfunktional.

Jedoch hat sich dieses Verhaltensmuster über die letzten 33 Jahre so tief in Martinas Gedankenwelt eingebrannt, dass sie nicht in der Lage ist, diese von alleine loszulassen.
Das kann man sich so ähnlich vorstellen, wie wenn ein Kind auf eine heiße Herdplatte greift weil es noch nicht weiß, dass diese zu Verbrennungen führt. Nach dem sich das Kind verbrannt hat, wird es für sein ganzes restliches Leben die Hand reflexartig zurückziehen, noch bevor der Schmerz gespürt wird. Und es ist sehr schwer, diese automatisierte Abfolge von Reaktionen zu unterdrücken. Jedoch ist es möglich, wenn wir an die Personen denken, die über heiße Kohlen gehen. Das bedeutet, dass wir auch automatisierte Verhaltensmuster verändern können, wenn wir uns aus unserer Komfortzone bewegen.

Das Eisbaden ermöglicht uns diesen Prozess zu veranschaulichen. Kaltes Wasser löst im Normalfall bei Menschen eine Art Schockreaktion aus. Der Brustkorb zieht sich zusammen, eine unkontrollierbare tiefe Atmung (Schnappatmung) setzt ein und Muskel verkrampfen sich. Diese Reaktionen sind reflexartig und schwer kontrollierbar.
Nachdem ich mehrere Videos von Wim Hoff , the Ice man, gesehen hatte, wollte ich herausfinden, ob ich meinen Geist und Körper dahin bringen konnte, meine Verhaltensmuster in Bezug aus Kälte auflösen und neu programmieren konnte. Ich war überzeugt davon, dass ich es schaffen würde, da ich genau aus diesen Grund, immer wieder meine Komfortzone verlasse.

Eigentlich bedeutet die Komfortzone zu verlassen nur, dass man verinnerlichte Glaubenssätze in Frage stellt und neu programmiert. Und je öfter du diesen Vorgang wiederholst, umso mehr Kontrolle bekommst du über deine Glaubenssätze.

Wie funktioniert das nun beim Eisbaden.

Bevor ich in kaltes Wasser steige, hyperventiliere ich, um den Körper mit Energie anzureichern. Danach gehe ich bis zur Hälfte meines Körpers in das Wasser.
Im ersten Moment reagiert mein Körper mit der oben erwähnten Schockreaktion. Jedoch konzentriere ich mich darauf, nicht gegen die Kälte zu kämpfen, sondern sie zu akzeptieren. Ich lasse sie durch mich hindurchströmen.

“Und in diesem Moment ändert sich mein Mindset.”

Die Kälte ist plötzlich kein Feind mehr. Der Schmerz verschwindet. Danach begebe ich mich bis zum Kopf in das Eiswasser und die Schockreaktion setzt wieder ein.
Ich versuche die Kälte durch mich hindurchgehen zu lassen und die Metamorphose setzt ein zweites Mal wieder ein.
Dass ist ein echt geiles Gefühl. Gerade dachtest du noch, du mußt sterben und im nächsten Moment fühlst du dich total wohl im Eiswasser.
Diese Veränderung im meinem Mindset ist wie ein Booster, der mir bewußt macht, dass in meinem Leben viel mehr möglich ist als ich glaube.
Ich kann heute eine Zigarette rauchen und dann ein ganzes Jahr nicht, weil ich meinen Willen so stark trainiert habe, dass ich entscheide, was ich möchte. Das ist der Grund, warum es so wichtig ist, regelmäßig aus seiner Komfortzone zu kommen.

Psychotherapeut i.A.u.S. Ing. Chris Peherstorfer

Als ehemaliger Leistungssportler habe ich gelernt mit überdurchschnittlichem Stress umzugehen. Vor allem habe ich den Glauben entwickelt auch in schwierigen Situationen den bestmöglichen Ausgang zu verfolgen.

Praxis:  Große Mohrengasse 21/9, 1020 Wien

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