Die Angst vor der Angst

von Marco Glatz (Kommentare: 0)

Die Angst vor der Angst mit wirksamen Strategien bekämpfen

Viele Menschen leider unter Angstzuständen und Panikattacken. Nicht selten geht es bei diesen Ängsten um die Angst vor der Angst an sich. Doch wo liegt die Ursache? Und noch wichtiger, wie können diese Ängste genommen werden? In den meisten Fällen liegen nämlich keine vordergründigen Ursachen vor, der unerwünschte Gefühlszustand scheint keinen Grund zu haben. Die Betonung liegt auf „scheint“, denn es liegt immer eine Ursache zugrunde, nur ist diese nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich. Die Folgen der Angst vor den Angst jedoch schon. Das Herz scheint bis zum Hals zu schlagen, Schwindel tritt ein und das Gefühl von Kontrollverlust breitet sich aus. Den Kontrollverlust empfinden die meisten Menschen dabei noch am schlimmsten. Dieses Phänomen kann die Lebensqualität enorm einschränken und selbst wenn alles gut läuft, warten Betroffene nicht selten bereits auf die nächste Panikattacke und sie überfällt die Angst vor der Angst. Ein Teufelskreislauf, vor allem wenn nur die eigenen Gedanken wahrgenommen werden.

Die Angst vor der Angst

Die Angst vor der Angst erkennen

Im Grunde ist es erstmal wichtig, die Angst vor der Angst überhaupt zu erkennen. Denn nicht selten entwickeln Betroffene zunächst einen Verdrängungsmechanismus bezüglich ihrer Erwartungsangst. Dennoch kann es sein, dass sie sich immer weiter zurückziehen und sich selbst die Schuld an diesen Panikattacken geben. In der Regel ist es auch nicht möglich, mit einer anderen Person zu reden, denn nicht immer zeigt das Umfeld Verständnis. Diese Reaktionen können Betroffene noch weiter in die Isolation schieben. Wer aber erkennt, in welchem Kreislauf er sich selber befindet, hat die Chance zu entscheiden, wie er mit diesem Phänomen umgehen möchte. Den Kopf in den Sand zu stecken bringt nicht viel, daher entscheiden sich viele Betroffene nach einiger Zeit, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dabei tut es ihnen bereits schon ungemein gut, überhaupt mal mit einem anderen Menschen über ihre Erwartungsängste zu sprechen und ernst genommen zu werden.

Den Angstkreislauf erfolgreich durchbrechen

Das Belastende an der Angst vor der Angst ist für viele Betroffene der sogenannte Angstkreislauf, aus dem es kein Entrinnen scheint. Zunächst ist da die Erwartungsangst und aufgrund dessen folgt in der Regel tatsächlich eine Angst, vor was auch immer. Die Folgen sind meist ähnlich wie zum Beispiel das Gefühl von Atemlosigkeit, Muskelverspannung, extremer Konzentration und dergleichen. Da die eigenen Gedanken sich wie in einem Karussell zu drehen scheinen und das Objekt der Angst in den Fokus setzen, ist es eine große Hilfe, von einem Experten Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Hier werden Wege aufgezeigt, diesen Angstkreislauf zu unterbrechen. Hypnose stellt zum Beispiel erwiesenermaßen eine wirkungsvolle Methode dar, der Angst auf den Grund zu gehen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Wenn Betroffene erstmal verstehen, wo ihre Ängste herkommen könnten, kann ihr Verstand wieder besser arbeiten, selbst wenn gerade eine Panikattacke aktiv ist.

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Kontrolle und Lebensqualität wiederfinden

Der gefühlte Kontrollverlust und die Angst vor den körperlichen und emotionalen Auffälligkeiten werden von Betroffenen oft als bedrohlich wahrgenommen. Die Angst können Herzrasen und Panikattacken noch einmal verstärken und hier gilt es, gezielt anzusetzen. Gute Übungen stellen in diesem Zusammenhang zum Beispiel positive Affirmationen dar. Auf diese Weise können sich die Betroffenen dann konzentrieren statt auf ihre Angst. Diese Methode bedarf natürlich der Übung und nicht jede Methode schlägt bei jedem Menschen gleich effektiv an, denn wir Menschen sind nun mal Individuen mit unserer eigenen Geschichte. Hypnose zum Beispiel wirkt bei vielen Angstpatienten sehr gut, denn hier wird auf der unterbewussten Ebene gearbeitet, jene Ebene, welche die Angst vor der Angst meist hervorruft. Da das Gehirn neuroplastisch ist, ist es nachweislich veränderbar.

Hypnose für neu gewonnene Lebenslust

Wir sind nicht Opfer unserer Gene, wie viele Menschen vielleicht denken. Es ist möglich, aktiv unsere Gedanken und somit unser Leben zu verändern. Mitunter bedarf es dazu der professionellen Hilfe von außen, doch ist es definitiv möglich. Wichtig ist hier der eigene Wille, etwas ändern zu wollen. Für viele ist es auch tröstlich zu wissen, dass die meisten Menschen diverse Ängste haben, es spricht einfach kaum jeder darüber, weil es als vermeintliche Schwäche gilt. Von diesen Gedanken sollten sich betroffene Menschen aber nicht beeindrucken lassen, denn immerhin geht es um das eigene Leben und die Lebenslust. Letztere kann verstärkt nachlassen, wenn die Angstattacken immer öfter auftreten. Hypnose sollte nur von einem Spezialisten durchgeführt werden, je nach Person und Angststörung reichen mitunter ein bis drei Sitzungen, bis eine spürbare Erleichterung und Besserung eintritt. Viele Menschen sind nach einer solchen Hypnose sehr froh, sich für diesen Schritt entschieden zu haben, da sie wieder echte Lebenslust verspüren können.

Angst zu fallen

Fazit

Menschen, welche mit der Angst vor der Angst leben, fangen mit der Zeit an, sich mit ihren Ängsten zu identifizieren. Diese Haltung erschwert das Leben zusätzlich, daher ist es zunächst wichtig, einen gewissen Abstand zu gewissen Gefühlen zu bekommen. Zu diesem Zwecke stehen verschiedene Strategien bereit wie zum Beispiel Meditation, Yoga, Natur, Musik und dergleichen. Gerade der Aufenthalt in der Natur kann diesbezüglich sehr entspannend sein und die Ängste in einem anderen Licht wahrnehmen. Diese Unterbrechungen wirken enorm erleichternd. Wer langfristig lernen möchte, mit seinen Ängsten positiv umzugehen und/oder diese nach und nach aufzulösen, kann eine Hypnose bei einem Spezialisten durchführen lassen. Manche Menschen haben hier etwas Berührungsängste, daher kann es sinnvoll sein, ein unverbindliches Erstgespräch in Anspruch zu nehmen. Dann können Betroffene immer noch entscheiden, ob sie Hilfe von außen annehmen möchten. Für Angstpatienten ist es nämlich sehr wichtig, erst einmal Vertrauen zu gewinnen und sich umfassend zu informieren. Damit ist der erste Schritt in eine angstfreie Zukunft getan.

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