Sind klinische Studien manipuliert?

von Glatz Marco

Werbung für Medikamente: Sind klinische Studien manipuliert?

Heute nehme ich mir Zeit für das Thema „Werbung für Medikamente: Sind klinische Studien manipuliert?“
Leiden Sie unter Symptomen wie Schlafstörungen, Niedergeschlagenheit, Angstzuständen, Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit und permanenten Grübeleien? Wie hoch liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie von Ihrem Arzt dafür Medikamente oder Tabletten verschrieben bekommen? Oder überlegen Sie, sich schon Antidepressiva verschreiben zu lassen? Wussten Sie, dass die Selbstheilungsmechanismen des Körper durch Antidepressiva geschwächt werden? Warum wurde Ihnen Frau Dr. Med. Kelly Brogan empfohlen anstatt einer Tablette? Sie meint, dass eine Depression nicht im Kopf entsteht, heilbar ist es auch ohne Medikamente.

Keine Sorge, ich will jetzt nicht Arzt oder Psychiater spielen und Ihnen schon gar nicht den Glauben vermitteln, dass man keine Medikamente mehr benötigt. Ich will Sie nur zum Überlegen anregen.

Kennen sie Jürgen Höller? Jetzt fragen Sie sich: „Welcher Arzt, Psychologe oder Therapeut ist das, den mir Herr Glatz Marco hier vorstellen will. Er ist keiner der Erwähnten, sondern ein Mensch wie du und ich, vielleicht etwas erfolgreicher als wir. Aber es geht nicht um ihn, sondern um seine Frau, die eines Tages die Nachricht von ihrem Arzt bekommen hat, an einer Auto-Immun-Krankheit zu leiden. Der Arzt hat ihr schwere Medikamente verschrieben, bei denen am Beipackzettel sagenhafte zwei Seiten über Nebenwirkungen geschrieben wurde. Zum Beispiel Haarausfall, Funktionsstörungen der Niere und Leber, Magenblutungen, erhöhter Blutdruck und andere Nettigkeiten. Seine Frau war am Boden zerstört und überlegte ob sie sich das antun sollte. Sie kam für sich zu dem Entschluss, sie werde diese Medikamente nicht einnehmen, sondern sich um die Ursache der Erkrankung kümmern und daran arbeiten. Nach einem längeren Urlaub und der Erkenntnisse, die sie in dieser Zeit gewonnen hat, ließ sie sich nochmalig von dem Arzt untersuchen. Eine Woche später nach der Blutabnahme, meinte der Arzt, die Tabletten haben voll eingeschlagen. Doch hat sie diese ja nie eingenommen…

Wie sehr werden wir heutzutage manipuliert und wie sehr sollten wir auf unser Bauchgefühl hören?
Aber wie schaut es jetzt aus mit Werbung für Medikamente: Sind klinische Studien manipuliert, wie reagieren Ärzte darauf und wie lassen sich diese manipulieren und leiten uns dadurch?

Stress und Sucht - Medikamente sind oft keine Lösung

In den letzten Jahrzenten ist die medizinische Entwicklung so weit fortgeschritten, dass es mittlerweile nicht mehr nur für ernste gesundheitliche Probleme Arzneimittel gibt, sondern auch bei kleineren Unbehaglichkeiten wird immer öfter zu Medikamenten gegriffen. Dabei kritisieren selbst Mediziner oftmals die Methoden der Pharmakonzerne, mit denen ihre Produkte beworben werden. Nicht selten wird den Studien über die Wirksamkeit jegliche Neutralität abgesprochen und sie werden mehr als Werbekampagnen und nicht als wissenschaftliche Arbeiten angesehen. Das Ziel ist selbstverständlich die Gewinnmaximierung, ohne darauf zu achten, dass manche Produkte wirkungslos oder sogar schädlich für den Konsumenten sein können. Nebenwirkungen werden oft verharmlost und alternative Behandlungsmethoden werden komplett verschwiegen oder als unwirksam bezeichnet. Dadurch wird der Eindruck vermittelt, dass das Medikament der einzige Weg ist, gewisse Probleme zu behandeln. Zudem haben viele Ärzte Verträge mit Pharmakonzernen und unterstützen sie dabei, dieses Bild zu verbreiten.

Ist durch unsere Gesetze eine Verfälschung möglich?

Zwar ist es aufgrund von gewissen Gesetzen nicht möglich, die Versuche komplett zu verfälschen, doch ein gewisses Maß an Beeinflussung ist oft möglich und auch üblich. So hat das Nordic Cochrane Centers am Rigshospitalet in Kopenhagen durch Stichproben festgestellt, dass mehr als die Hälfte der Medikamenten-Studien zugunsten der Pharmakonzerne beeinflusst wurden. Dies ist möglich, weil die Studien nicht von unabhängigen Instituten durchgeführt werden, sondern von den Pharmafirmen finanziert werden, die das Medikament auch vermarkten. Dass dies einen unabhängigen Studienverlauf geradezu unmöglich macht, liegt zwar auf der Hand, ist aber nach momentanen Bestimmungen nicht zu verhindern. So werden beispielsweise Versuche, die ein unerwünschtes Ergebnis zeigen, frühzeitig abgebrochen und müssen deshalb auch nicht publiziert werden. Auf diese Weise kann ein Versuch so lange wiederholt werden, bis er das Ergebnis zeigt, welches von den Auftraggebern gewünscht ist.
Diese Tatsache erschüttert natürlich das Vertrauen in die Pharmakonzerne und die Ärzte. Vor allem, weil die Manipulationen nicht einmal großartig verschwiegen werden, sondern den Ärzten wohl bekannt sein sollten. So wurden bereits zehntausende manipulierte Studien von dem Cochrane Center aufgedeckt und öffentlich kritisiert. Doch die ungenauen Standards und die fehlende Kontrolle machen es schwer, gegen diese vorzugehen. Es liegt also letztlich am Arzt, sich zu informieren und problematische Medikamente nicht mehr zu verschreiben. Da die Enthüllungen regelmäßig in weit bekannten Fachzeitschriften veröffentlicht werden, sollte es für jeden Arzt möglich sein, sich auf dem neuesten Stand zu halten und seine Behandlungen an die neuen Erkenntnisse anzupassen. Eine Verantwortung, der sich nur wenige Mediziner stellen.

Menschen die unter Problemen leiden!

Doch dies bedeutet nicht, dass Menschen, die unter Problemen leiden, völlig hilflos sind. Viele alltägliche Leiden wie Schlaflosigkeit, Stress und Suchtverhalten haben ihre Ursachen meist weniger im körperlichen Bereich, sondern werden durch falsche Programmierungen und Fixierungen im Unterbewusstsein ausgelöst. So haben Versuche gezeigt, dass Personen mit Schlafproblemen auch ohne Medikamenten viel besser schlafen konnten, wenn ihren anstatt einer Schlaftablette ein Placebo gegeben wurde. Es wurde der Hinweis gegeben, dass es einige Tage dauert, bis das Medikament seine Wirkung zeigt, doch als Nebenwirkung, wurde gesagt, wird die Schlaflosigkeit an den ersten Tagen noch schlimmer. Diese Erwartung hat den Versuchspersonen den psychischen Druck, einschlafen zu müssen, genommen und vom ersten Tag an konnten sie weit besser schlafen als zuvor.

Auch im Gebiet der Raucherentwöhnung ist aus Versuchen bekannt, dass die eigentliche Sucht im Unterbewusstsein entsteht. Es wurde beispielsweise in der Praxis beobachtet, dass entwöhnende Raucher selbst dann rückfällig wurden, wenn sie die gleiche Nikotindosis über ein Nasenspray aufnahmen, anstatt durch eine Zigarette. Ein ähnliches Ergebnis zeigt die Behandlung mit Nikotinpflastern, welche in den meisten Fällen nur eine kurze Hilfe sind. Oft wird davon berichtet, dass das Tragen des Pflasters die Sucht nicht annähernd so stark befriedigt wie die Zigarette und so kann das Nikotinpflaster doch schnell wieder zu einem Rückfall führen. Das Objekt der Sucht ist also nicht das Nikotin, sondern die Handlung des Rauchens, welche zu einer Zwangshandlung wurde.

Ursache bekämpft, Symptome lindern

Anhand von diesen Beispielen wird schnell klar, dass bei vielen Leiden eine medikamentöse Behandlung zwar teilweise funktionieren kann, aber nicht die Ursache bekämpft, sondern nur die Symptome lindert. Da die eigentliche Ursache meist im psychischen Bereich liegt, ist es notwendig, die Sucht auch dort zu bekämpfen. Dazu ist der erste Schritt, herauszufinden, wodurch die Probleme ausgelöst werden. Dies kann häufig bereits in einer Beratung mit einer Fachperson geschehen, in manchen Fällen ist es aber auch sinnvoll, durch Hypnose einen direkteren Zugriff auf das Unterbewusstsein zu erhalten. Anschließend wird nach einer Methode gesucht, mit der das Problem gelöst werden kann. Da Schlafprobleme, Sucht und Ähnliches oft durch bewussten oder auch unbewussten Stress ausgelöst werden, ist in vielen Fällen eine Stressbewältigung sinnvoll. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen. Zuerst sollten nach Möglichkeit die Stressfaktoren aus dem Leben entfernt werden. Wenn dies nicht möglich ist, kann auch die Sicht auf und der Umgang mit den Menschen und Situationen, welche den Stress auslösen, schrittweise verändert werden. Auch hier kann die Hypnose ein wichtiges Hilfsmittel sein, da mit ihr angelernte Verhaltensweisen und Reaktionen langsam gelöst werden können. Vor allem unbewusster und irrationaler Stress kann so nachhaltig überwunden werden.
Selbstverständlich kann nicht pauschal von medikamentösen Therapien und Behandlungen abgeraten werden. Viele körperliche und auch psychische Krankheiten erfordern eine solche Behandlung und es wäre unverantwortlich, diese zu unterlassen. Doch zeigt die Realität, dass es in vielen Fällen nicht notwendig ist, Arzneimittel zu sich zu nehmen und alternative Behandlungsmethoden weit sinnvoller sind. Es sollte also, vor allem bei kleineren Beschwerden, darüber nachgedacht werden, ob die Ursachen nicht psychischer Natur sind. Ebenfalls sollte der Rat und die Verschreibung von einem Arzt nicht völlig unkritisch angenommen und im Zweifelsfall noch weitere Meinungen eingeholt werden, denn oft ist eine Beratung in Wien oder Bewältigungstherapie weit sinnvoller und heilt nachhaltiger als Medikamente es können.

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