Drohende Panikattacken

von Glatz Marco

Wie ihre Psyche sie plötzlich im Stich lässt

Angst erhöht den Puls, kurbelt die Schweißproduktion an und führt bei manchen Menschen zu Atemnot. Das Gefühl gehört zu den ältesten Instinkten des Menschen und hat die Aufgabe, uns vor Gefahren zu schützen. Allerdings machen sich die Symptome von Angst manchmal auch bemerkbar, wenn eigentlich gar keine Gefahrensituation vorhanden ist. In einem solchen Fall schränken die Beschwerden das Leben des Betroffenen maßgeblich ein. Panikattacken können entstehen. Unbehandelt führen sie zu Depressionen und manchmal sogar zu Selbstmordgedanken. Deswegen ist ein schnelles Handeln bei Ängsten und Panikattacken sehr wichtig.

Wie Panikattacken das Leben schwermachen

Wer von einer Panikattacke betroffen ist, empfindet eine spezifische Situation wahrhaft als lebensbedrohlich, obwohl keine Gefahr besteht. Die Gründe hinter Panikattacken sehen Experten unter anderem bei unbewältigten Konflikten, für die keine angemessene Lösung gefunden wurde. Ein Beispiel wäre ein ungewollter, aber dennoch durchgeführter, Wechsel des Jobs. Betroffene verbleiben stattdessen mit wachsendem Frust in ihren alten Gewohnheiten. Der sich angesammelte Frust kann dann eines Tages hervorbrechen und dabei die Formen von Aggressionen oder eben einer Panikattacke annehmen. Weiterhin spielt psychischer Stress eine Rolle bei der Entstehung von Panikattacken. Er soll ebenfalls maßgeblich an den Attacken beteiligt sein. Dabei nehmen Betroffene den psychischen Stress nicht unbedingt sofort wahr. Einige stehen jahrelang auf Bühnen und merken erst dann, wie ihre Psyche sie plötzlich im Stich lässt. Darüber hinaus werden Menschen auch von weiteren Ereignissen gezeichnet, wie dem Verlust einer geliebten Person, finanzielle Probleme, Mobbing oder eine Trennung vom Partner.

Gründe der Angst

Es bleibt nicht nur bei Stress und Panikattacken. Dazu kommen meistens Gedanken und Ängste des Versagens. Auf diese Weise entsteht ein Strudel aus negativen Emotionen und Gedanken, aus dem das Ausbrechen ohne Hilfe den meisten sehr schwer fällt. Stattdessen werden negative Lebensereignisse verdrängt. Manchmal drängen sie sich jedoch zurück an die Oberfläche und lösen dabei eine Panikattacke aus. Neben bestimmten Erlebnissen sind es weitere psychische Komponenten, die das Risiko bergen, zur Panikattacke zu werden: überzogener Perfektionismus, fehlendes Selbstvertrauen und jahrelang unterdrückte Emotionen wie zum Beispiel Wut.
Aber die Ursachen von Angst ohne Gefahr sind nicht ausschließlich auf der psychischen Ebene zu suchen. Auch das Eintreten der Wechseljahre oder die Einnahme einiger Medikamente begünstigen Angstzustände. Allerdings muss nicht jeder, der solche Emotionen empfindet oder ähnliche Erfahrungen gemacht hat, zwangsläufig im Laufe seines Lebens an Panikattacken erkranken. Ausschlaggebend für die Entstehung der krankhaften Zustände ist insbesondere die allgemeine mentale sowie körperliche Verfassung.

Wie man eine Panikattacke erkennt

Eine Panikattacke äußert sich mit unterschiedlichen Symptomen: Betroffene nehmen wahr, wie sich ihr Hals zuschnürt und sie schlecht Luft kriegen, der Puls steigt und die Atmung nimmt einen flachen, schnellen Rhythmus an. Durch die eher unregelmäßige Atmung entsteht eine Dysbalance zwischen dem Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid. Die Muskulatur verhärtet sich, der Betroffene beginnt zu zittern. Wer eine Panikattacke verspürt, kann einige Maßnahmen zur Beruhigung ergreifen. Betroffene sollten sich auf ihre Atmung konzentrieren und darauf achten die Zeiten des Ein- und Ausatmens zu verlängern. Während des Ausatmens kann man innerlich bis 6 zählen und während des Einatmens bis 4. Weiterhin hilfreich sind positive Gedanken an geliebte Menschen, etwas Bewegung zur Lockerung der Muskulatur, Yoga oder progressive Muskelentspannung.

Mit Hypnosetraining die Angst besiegen

Hypnose eignet sich zur Linderung der Beschwerden. Im Rahmen der Sitzungen ist es möglich, auf die oftmals sehr tief im Unterbewusstsein vergrabenen Gründe der Panikattacken zurückzugreifen und diese ans Tageslicht zu bringen. Wer sich seiner Angst und den Auslösern bewusst ist, kann besser mit ihr umgehen. Außerdem kann man mit positiven Suggestionen durch ein Hypnosetrainingin Wien gegen die Angst arbeiten und diese zähmen. In diesem Bereich ist eine Hypnose weitaus effizienter als ein Gespräch, dass lediglich an der Oberfläche kratzt, während unser Unterbewusstsein mehr als Worte braucht. Durch eine Hypnose spüren Betroffene in früheren typischen Angstsituationen weniger aufkeimende Angst oder mit der Zeit sogar gar keine mehr.

Darüber hinaus können Betroffene bei einer Attacke die gelernten Methoden anwenden und sich auf diese Weise nachhaltig beruhigen. Möglich ist es zum Beispiel, sich an einen ruhigen Ort zu begeben, die Augen zu schließen und sich ein kleines Segelschiff vorzustellen. Das Segelschiff hüpft auf den Wellen auf und ab, Sie riechen das Salzwasser, spüren die Sonne. Nun legen Sie all ihre Sorgen, Konflikte und Ängste in das Segelschiff und geben Sie ihm einen ordentlichen Stoß. Über die Wellen wird es davongetragen, bis es mit den negativen Emotionen im Horizont verschwindet.

Einen Kommentar schreiben